BRASILIEN - Fazenda Santa Ana Mogiana, Pulped Natural, 100% Yellow Bourbon

  • Herkunft: Brasilien
  • Grade: Fazenda Santa Ana Mogiana - Pulped Natural, 100% Yellow Bourbon
  • Region: Espirito Santo do Pinhal, Media Mogiana; Anbauhöhe NN: 1000m
  • Produzent: Fazenda Santa Ana
  • Aufbereitung: Pulped Natural
  • Aussehen: Rohkaffee Bohnen
  • botanische Varietät: 100% Yellow Bourbon
  • Erntejahr: 2017/2018


Anzahl:

  • Duft des Kaffeemehls (dry) (1-5): 4.50
  • Duft des Kaffeemehls (wet) (1-5): 3.50
  • Qualität der Säure (1-10): 9.50
  • Geschmack und Tiefe (1-10): 9.60
  • Körper (1-5): 4.50
  • Abgang (1-10): 9.60
  • Eindruck (1-5): 4.60
Gesamtpunktzahl(+50): (von 100): 95.8

Die Frage, was ist ein typischer brasilianischer Kaffee ist vergleichbar mit der Frage, was ist  ein typischer deutscher Wein? Einige sind der festen Meinung, ausschließlich die Tasse, zubereitet aus dem Sud von Kaffeebohnen, die nach der Methode "Pulped Naturel" aufbereitet  wurden, verkörpern den wahren, typischen Kaffeegeschmack Brasiliens. Auch für ein anderes, nicht minder starkes Lager, ist diese Frage leicht zu entscheiden: nur mit Hilfe der Aufbereitungsmethode "Natural" ist es möglich," den typischen Kaffee Brasiliens " zum Vorschein kommen zu lassen. Wer hat recht, wer hat unrecht? 

Richtig ist, dass die Art der Aufbereitungsmethode einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschmack der Tasse hat: Kaffeekirschen, die zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Kaffeebusch geerntet wurden, wird mit der Art der Aufbereitungsmethode den Weg in deutlich verschiedenen Geschmackrichtungen vorgegeben. Drei grundsätzliche Aufbereitungsmethoden gibt es, also die Methoden, wie das Fruchtfleisch von den Kaffeekirschen so entfernt werden kann, dass zum Schluss die saubere, unverletzte Kaffeebohne übrig bleibt: Naturel, auch als  Dry-Processing bekannt, Pulped naturel, bekannt als Semi-Dry-Processing, sowie die Methode Washed.

Natural-Prozessing  ist die wohl die älteste und naheliegendste Aufbereitungsart: Entweder werden die Kaffeekirschen an der Kaffeepflanze solange hängengelassen, bis sie von der Sonne soweit eingetrocknet sind, dass die Bohnen in der Hülse rappeln ( eine bis heute besonders in Äthiopien nicht unübliche Aufbereitungsart) oder man erntet die reifen Kaffeekirschen und legt sie zum Trocknen auf Patios aus, das sind freie Flächen, deren Untergrund  festgestampfte Erde, Beton, Planen oder  gebrannten Tonfliesen sein kann, oder die geernteten Kaffeekirschen werden zum Trocknen auf tragbare Holzgestelle ausgebreitet. Beendet ist der Trocknungsprozess, wenn, auch hier,  die Kaffeekirschen entweder in der Hülse rappelt oder aber, wie in Brasilien üblich, der Feuchtigkeitsgehalt der nunmehr ziemlich eingeschrumpften Kaffeekirschen bei 11.5% liegt. Auf mechanischen Weg, mit Hilfe eines Mühlenwalzwerks, werden Hülse und Bohnen getrennt. Die Bohnen werden Pergamino genannt, weil sie noch von einer weißen, sehr dünnen, jedoch auch sehr stabilen und sie schützenden Pergamentschale umschlossen werden. Der Trocknungsprozess beginnt eigentlich in dem Moment, wenn die Kaffeekirsche vom Zweig der Kaffeepflanze gepflückt wird. Innerhalb von 15 Tagen muss der Trocknungsprozess abgeschlossen sein, wenn eine für den Geschmack sehr nachteilige Fermentation durch Mikroorganismen vermieden werden soll. Es entstehen die besonders bei den Röstern mit recht so gefürchteten Stinker, wo schon eine Stinkerbohnen (die werden wirklich so genannt) reicht, um eine ganz Charge nachhaltig zu verderben. Der Rio-Geschmack ist zum Beispiel das Produkt von Stinkerbohnen. Während des Trocknungsprozess auf dem Patios werden die Kaffeekirschen regelmäßig gewendet und bewegt, was meist mit Hilfe von einem Pferd, Mensch und einem Spezialpflug erledigt wird. Zum Abend werden dann die Kaffeekirschen zu einem Haufen zusammen geschoben und mit Plastikplanen abgedeckt, damit in der kühlen Nacht der Rohkaffee nicht wieder Feuchtigkeit aufnimmt oder von einem unerwarteten Regen durchnässt wird.

Hier geht es zur Fotoreportage über den Kaffee-Anbau in Brasilien von Jochen Weber: http://www.foto-grafo.de/Kaffee-Reportage/kaffee_reportage_1.html

 

Röstempfehlung:

Dieses Lot Rohkaffee hat ein breites Röstspektrum: von hell (City+) bis dunkel (Full City)

Angaben gemäß den Vorschriften der EU-Lebensmittelinformations-Verordnung Nr. 1169/2011 

Verkehrsbezeichnung: Rohkaffeebohnen
Zutaten: 100% Rohkaffee
Nettofüllmenge: 1000g
Mindesthaltbarkeitsdatum: siehe Etikett auf der Packung, Restlaufzeit bei Auslieferung jedoch  mindestens 24 Monate
Hersteller: Rohkaffee-Company Berlin, Lilienthalstr.22, 10965 Berlin
Ursprungsland: Brasilien
Aufbewahrung: kühl und trocken lagern
Sonstiges: enthält von Natur aus Koffein