Herdplatten-Maisröster (manuelle Popcornmaschine)

Herdmaisröster

Im Prinzip gehört ein solches Gerät zu den besten Kaffeeröstern für den Privathaushalt. Jedoch finden sich derzeit auf dem Markt nur zwei manuelle Herdmaisröster, die für das Kaffeerösten auch geeignet sind: der Whirley-Pop sowie ein Gerät aus Edelstahl. Nur diese beiden Modelle erzeugen genügend Hitze, um die Rohkaffeebohnen zu rösten und nicht bloß zu backen – was zu einer flachen, dünnen Tasse führen würde.

Praktisch jeder Röstgrad, von hell bis sehr dunkel, kann mit diesen beiden Röstern erreicht werden, auch wenn die hellen Röstgrade schwerer zu erzielen sind. Ein Tipp: Für eine hellere Röstung stellen Sie in dem Moment, in dem Sie die Rohkaffeebohnen in den Topf schütten, die Hitze etwas herunter, um sie dann beim ersten Knackgeräusch wieder leicht heraufzudrehen. Ein Maisröster ist ein klassischer Kontaktröster. Man kann mit ihm bis zu 250g rösten, wobei sich mit zunehmender Füllmenge allerdings auch die Rauchmenge enorm vergrößert. Wenn Sie eine Dunstabzugshaube in der Küche haben oder direkt am offenen Fenster rösten können, sind auch 250g Rohkaffeebohnen zu schaffen; andernfalls bleiben Sie lieber bei 100g bis 150g pro Röstvorgang. Beide Maisröster sind mit einem Paddelrührwerk ausgestattet, das per Hand über eine Kurbel bewegt wird, und bei beiden lässt sich der Röstprozess beobachten. Schauen Sie aber, um keine wertvolle Rösthitze zu verlieren, erst nach dem ersten Knacken in den Röstbehälter. Hierfür müssen Sie nur die eine Hälfte des Deckels öffnen. Da im weiteren Fortgang der Röstung der Rauch zunimmt und auch den Innenraum des Rösters ausfüllt, was die Sicht auf die Bohnen erschwert, ist zur Beurteilung der Röstfarbe eine Taschenlampe oder kleine Tischlampe sehr hilfreich.

Besonders bei flachen Rohkaffee-Bohnen kann es passieren, daß sie das Rührwerk verklemmen. Drehen Sie dann einfach in die entgegengesetzte Richtung, um das Problem zu beheben. Bevor Sie mit dem Popcornröster zu arbeiten beginnen, ist es empfehlenswert, diesen im kalten Zustand mit ca. 100g Kaffee-Bohnen zu füllen und das Rühren ein wenig zu üben. Wenn das Rührwerk klemmt, schauen Sie nach, um ein besseres Verständnis für das Problem und seine Lösung zu bekommen. Den Whirley-Pop-Röster, der aus Aluminium ist, dürfen Sie niemals bei voller Hitze aufheizen – stellen Sie beim Gasherd eine niedrige, beim Elektroherd maximal die mittlere Stufe ein. Das gilt auch für den Edelstahlröster. Einen Röster dürfen Sie nie unbeaufsichtigt erhitzen; bei dem Aluröster kann der Boden durchschmelzen, wenn er unsachgemäß erhitzt wird.

 

Unabdingbar ist es, beide durch ein sogenanntes Candy-Thermometer zu ergänzen, dessen Skala bis 280°C (550°F) reicht. Die Anbringung ist denkbar einfach, wenn man zweierlei beherzigt: Erstens sollte man einen untermaßigen Bohrer wählen; wenn also der Durchmesser der Thermometerspitze, wie beispielsweise beim Cooper-Modell, 4mm beträgt, empfiehlt sich ein 3,8mm-Bohrer, da das enge Bohrloch dem Thermometer zusätzlichen Halt verleiht. Zweitens sollte das Bohrloch nicht genau in der Mitte des Topfdeckels, sondern um etwa 5cm in Richtung des Drehkurbelgriffs versetzt liegen. Denn die mit dem Candy-Thermometer zusammen gelieferte Klammer, die der stabilen Fixierung und schnellen Lösung des Thermometers dienen soll, befestigt es auf eine Weise, dass es nicht senkrecht, sondern in einem Winkel von ca. 75° bis 80° in den Röstraum des Gerätes hineinragt. Durch die Versetzung des Bohrlochs wird es möglich, die Thermometerspitze mehr zur Mitte des Röstraums als zu den Seitenwänden hin auszurichten, und außerdem ist dann genügend Spielraum vorhanden, um sie knapp über den Paddelflügeln zu platzieren, also ca. 2,5cm über dem Boden des Röstbehälters.

Die einfachste und praktischste Methode, die richtige Lage des Bohrlochs auf dem Deckel des Rösters zu bestimmen, ist die Anfertigung einer kleinen Papierschablone. Messen Sie zuerst mit einem Lineal den Durchmesser des Thermometergehäuses (beim aktuellen Cooper-Modell beträgt er 5,4mm). Leihen Sie sich einen Zirkel aus, Schulkinder besitzen meist einen, zeichnen auf festes Papier einen Kreis mit dem entsprechenden Radius und schneiden diesen aus: Dies ist jetzt Ihre Schablone. Natürlich könnten Sie das Thermometer auch umgekehrt auf ein Blatt Papier stellen und einen Stift um das Gehäuse herumführen. Nur hätte der so entstandene Kreis keinen sichtbaren Mittelpunkt, und auf diesen kommt es vor allem an.

Ist die Kreisschablone fertig, schauen Sie sich zuerst noch den Aufbau des Herdmaisrösters genauer an. Er besteht aus zwei Klappdeckeln, die rechts und links an einer ca. 3cm breiten Mittelachse befestigt sind. Auf der Mittelachse ragt mittig das Zahnrad der Vertikalachse des Paddelrührwerks heraus; die Horizontalachse der Drehkurbel, die ebenfalls auf der Mittelachse befestigt ist und deren Zahnrad in das Zahnrad der Vertikalachse greift, wird zur Hälfte von einem Holzgriff umfasst, der über den Rand des Rösters hinausreicht. Halt bekommt der gesamte Aufbau durch eine Randklemme unterhalb des Holzgriffs und einen 1cm langen und 5mm dicken Metallbolzen (innenliegend, genau 180° gegenüber der Randklemme), der in einer Lochnut, knapp unterhalb des Röstbehälterrands, einrastet. Beide Deckel haben an ihrem äußersten Rand mittig jeweils einen Holzknopf zum Öffnen und Schließen. Möchten Sie den gesamten Aufbau vom Rösttopf lösen, so klappen Sie zuerst beide Deckel hoch und schieben dann die Randklammer nach oben. In den einen der beiden Klappdeckel ist ein Sichtfenster eingearbeitet, der andere hat statt dessen eine einfache Feststellklammer und nun bald auch ein Bohrloch für das Candy-Thermometer.

Dazu legen Sie nunmehr die Zirkelschablone mittig auf die gedachte Achse, welche die Deckelhälfte in zwei gleiche Teile teilt. Der äußerste Rand der Schablone liegt direkt am nächstliegenden Rand der 3cm breiten Mittelachse. Daran ändert sich auch nichts, wenn Sie die Schablone jetzt langsam in Richtung des Holzgriffes verschieben, und zwar so weit, dass der Mittelpunkt der Schablone sich um ca. 5cm von der gedachten Mittelachse entfernt, von wo aus Sie mit dem Verschieben begonnen haben. Mit einer Nagelspitze oder einem Filzstift markieren Sie durch den Mittelpunkt der Schablone hindurch den Bohrpunkt und schlagen anschließend – vorsichtig, um Verbiegungen und Dellen im Deckel zu vermeiden – mit einem Körner eine gut sichtbare Bohrermarkierung, damit der von der Bohrmaschine angetriebene Bohrer nicht abrutschen kann. Am besten ist es, wenn Ihnen bei diesem Arbeitsschritt noch ein Helfer zur Seite steht, so dass eine Hand den Körner halten, die andere den Deckel von unten stabilisieren und eine dritte mit dem Hammer leicht auf den Körner schlagen kann. Wenn Sie dann noch den untermaßigen Bohrer in die Bohrmaschine eingespannt und den Rösttopf entweder zwischen die Knie geklemmt oder Ihrem Helfer zum Festhalten in beide Hände gedrückt haben, beginnen Sie vorsichtig (um den Deckel nicht zu beschädigen), jedoch mit voller Drehzahl zu bohren. Anschließend entgraden Sie die Bohrränder, reinigen den Innenraum des Rösters von den Bohrspänen, lassen das Thermometer in das Bohrloch ein und befestigen es innenseitig mit dem Clip. Dieser besteht aus einem ca. 16cm langen und 1,3cm breiten, zu einem gleichschenkligen Dreieck gebogenen Stahlband. Anfang und Ende des Stahlbands sind jeweils zu einem 5mm breiten Falz gebogen und liegen in der gebogenen Clipform aufeinander. In der Nähe einer der Dreieckspitzen befinden sich zwei vorgebohrte Löcher. Der Clip fixiert das Thermometer dann richtig, wenn die Thermometerstange in diesen beiden Löchern steckt und jener Winkel des Clipdreiecks nach unten zeigt, in dem Anfang und Ende des Stahlbands zusammentreffen, wenn letztere beide also nicht die Innenseite des Deckels berühren. Anschließend richten Sie das Thermometer so aus, dass seine Spitze knapp über den Paddelflügeln steht.

Bei dem Whirley-Pop kann es am Anfang vorkommen, dass beim Erhitzen irgendwann das Rührwerk über den Boden schleift oder sogar stockt. Dies geschieht, wenn die Hitze den Aluboden nach oben drückt, der so zum Hindernis für die Rührpaddel wird. In diesem Fall nehmen Sie den Topf von der Platte und drücken mit einem langstieligen Holzkochlöffel den Boden rechts und links von der Antriebswelle des Rührwerks nach unten. Bei einem Edelstahlröster passiert so etwas natürlich nicht. Schützen kann man den Aluboden, indem man den Maisröster in eine gusseiserne Pfanne stellt und dann mit dem Rösten beginnt.

Wenn Sie möchten, können Sie den Innenraum des Rösters nach ca. zwanzigmaligem Gebrauch mit kochendheißem Wasser und einer Tellerbürste reinigen. Die Röstpatina ist aber dem Röstergebnis keineswegs abträglich, im Gegenteil. Sollte Ihnen aber doch einmal eine Röstung schwarz angebrannt sein, können Sie, nachdem Sie eine Schutzbrille aufgesetzt und Gummihandschuhe angezogen haben, Ihren Topf mit 25%igem Salmiak (Apotheke), heißem Wasser, Spülmittel, Scheuerschwämmchen und einer alten Zahnbürste wieder tipptopp sauber bekommen. Nach einer solchen Behandlung muss der Topf allerdings äußerst intensiv mit klarem Wasser ausgespült werden.

Wenn Sie es vermeiden, während des Röstens ständig den Deckel zu heben, statt dessen die Röstentwicklung vor allem nach Geräusch, Geruch, Thermometerstand und Zeit beurteilen und den Deckel nur für ein abschließendes Urteil ein paar Mal öffnen, haben Sie mit dem Maisröster einen erstklassigen Kaffeeröster in der Küche, der allerdings Handarbeit, Zeit und Muße erfordert.

Ausrüstung:

Maisröster aus Edelstahl oder Whirley-Pop-Röster aus Aluminium, ergänzt durch ein Thermometer, Gas- oder Elektroherd, 1 Paar Ofenhandschuhe, Kochlöffel, zwei Metallsiebe (beispielsweise Hand- Woksiebe) oder Seihen, abgewogene Menge Rohkaffee (z.B. 125g; maximal 250g), Uhr mit Sekundenanzeiger (z.B. Stoppuhr, Schachspieluhr); für eine leichtere Röstfarbbestimmung: Bohnenvergleichsprobe, die den von Ihnen bevorzugten Röstgrad hat.

Bevor Sie beginnen, hier noch ein paar nützliche Tipps: Nehmen Sie für die ersten Röstungen 100g ganz preiswerter Rohkaffee. Bis Sie Ihre Kaffeebohnen mit dem Herdmaisröster souverän rösten können, werden Sie sie vermutlich mindestens zweimal in Zeichenkohle verwandelt haben. Klemmen Sie in der Aufheizphase eine drei- bis viermal gefaltete Alufolie unter das gesamte Sichtfenster. Dieses ist nämlich aus Acrylglas und kann bei unsachgemäßer Temperaturführung schnell verbiegen und blasig werden. Passiert Ihnen das, so ist das jedoch kein Unglück, denn das Fenster läßt sich leicht ersetzen, entweder durch ein dünnes, mit einer normalen Haushaltsschere zugeschnittenes Alublech vom Baumarkt oder wiederum durch ein Acrylglas, zugesägt mit einer feinen Säge. Besonders der Edelstahl-Röster hat einen dickwandigen Boden, der die Hitze sehr gut speichert. Das Candy-Thermometer zeigt die Temperatur des Rösterinnenraums an; die des Materials und vor allem des Rösterbodens liegen weit darüber! Geben Sie beim Aufheizen acht, daß Sie den Röster nicht überhitzen. Zu Übungszwecken können Sie einmal bei 180°C die Aufheiztemperatur auf Null reduzieren und beobachten, wie weit die Thermometersäule danach noch steigt.

Überhaupt sollten Sie als Anfänger zunächst mit etwas niedrigeren Temperaturen arbeiten. Beim Edelstahlröster reichen  170°C bis 205°C (400°F) zum Aufheizen aus, beim Aluröster kann es ein wenig mehr sein. Wenn die Bohnen im Röster sind, achten Sie darauf, dass die angezeigte Temperatur nicht auf Dauer unter 160°C sinkt und die 205°C nicht übersteigt. Nur zum Ende der Röstung hin darf sie etwas darüber liegen. Später, wenn Sie genügend Erfahrungen mit Ihrem Röstgerät gesammelt haben, können Sie auch mit anderen Rösttemperaturen und -zeiten experimentieren.

Bei den ersten Röstungen wird es unvermeidlicherweise etwas hektisch zugehen: Haben Sie nach Beendigung der Röstung die heißen Kaffee-Bohnen in ein Sieb gegeben, so stellen Sie, noch bevor Sie mit der Kühlung der Bohnen beginnen, den leeren Topf in eine angemessene Entfernung von der inzwischen abgeschalteten Herdplatte und achten insbesondere darauf, dass der Holzgriff des Rösters nicht über die noch glühheiße Platte ragt, was unweigerlich (und von Ihnen zuerst unbemerkt) zu Verkohlungen an der Griffunterseite führen würde.

Ablauf

Alle Gerätschaften griffbereit an den Arbeitsplatz legen und für gute Lichtverhältnisse sorgen.

Abzugshaube anstellen oder das nächstliegende Fenster öffnen.

Stellen Sie den leeren Maisröster auf die Herdplatte und beginnen Sie bei geschlossenem Deckel mit dem Aufheizen: bei einem Gasherd mit niedriger Einstellung, beim Elektroherd mit einer mittleren Einstellung. A

Auf keinen Fall den Röster jetzt unbeaufsichtigt lassen.

Schauen Sie auf das Thermometer: Sind z.B. 205°C erreicht, so reduzieren Sie die Hitzezufuhr ein wenig. Merken Sie sich für die nächsten Röstungen die Schaltereinstellung am Herd, die Sie für eine gelungene Aufheizung des Rösters gewählt haben.

Öffnen Sie den Deckel, legen Sie die Alufolie beiseite und schütten Sie des Rohkaffee in den Röster. Dann schließen Sie den Deckel (ohne Folie) sofort wieder und beginnen mit Hilfe des Rührwerks gemächlich, aber ununterbrochen zu rühren. Länger als eine Minute dürfen die Bohnen nicht unbewegt bleiben. Die Temperatur fällt um ca. 10°C bis 15°C. Eine Minute nach Beginn des ersten Knackens verringern Sie die Temperatur und rösten zu Ende.

Die Temperatur 205°C wird nach dem Einschütten des Rohkaffee auf ca. 175°C fallen. Keinesfalls darf sie aber auf Dauer unter 160°C sinken: Die Bohnen würden dann nur gebacken und nicht geröstet. Auch mehr als 200°C sind kritisch (Verbrennungsgefahr). Nur gegen Ende der Röstung sind 200°C erlaubt. Fällt die Temperatur konstant unter 160°C, müssen Sie die Hitzezufuhr etwas erhöhen.

Denken Sie nochmals daran, dass das Thermometer die Lufttemperatur im Röstbehälter anzeigt, die Temperatur am Boden des Rösters ist natürlich höher.

Nach ca. 6 Minuten sollte das erste Knacken zu hören und Röstrauch zu sehen sein. Jetzt noch 1 Minute warten. In einem 1-Minuten-Rhythmus kontrollieren Sie dann die Röstfarbe der Kaffee-Bohnen: Deckel auf, beurteilen, Deckel zu. Am besten ist es natürlich, die Entwicklung des Röstprozesses allein durch Geruch und Geräusch (erstes Knacken, zweites Knacken) zu beurteilen, ohne dafür in den Röstbehälter hineinzusehen, was stets einen Verlust von wertvoller Rösthitze bedeutet.

Kurz bevor die Kaffee-Bohnen die Farbe erreicht haben, die Sie wünschen bzw. die mit der Farbe der Vergleichsprobe übereinstimmt, beenden Sie unverzüglich die Röstung, indem Sie die Kaffee-Bohnen in ein Sieb geben (dabei Ofenhandschuhe anziehen!). Herd ausschalten, Maisröster auf eine kalte, brandgeschützte Fläche stellen, wobei auch der Holzgriff nicht über die heiße Herdplatte ragen darf, und sofort mit dem Kühlen der Bohnen beginnen.

Dazu bewegen Sie entweder die Kaffee-Bohnen mit einem Holzlöffel, oder Sie kippen sie so lange wechselweise von einem Sieb ins andere, bis sie auf Handwärme abgekühlt sind. Falls Sie die Silberhäutchen entfernen möchten, gehen Sie zum Spülbecken und pusten leicht über die Kaffee-Bohnen, während Sie sie von einem Sieb ins andere schütten. Wegen des aus den frischgerösteten Kaffee- Bohnen austretenden CO2 verschließen Sie den Aufbewahrungsbehälter vorerst nicht luftdicht. Ihren optimalen Geschmack haben die Bohnen ca. zwölf Stunden, meist jedoch erst  72 Stunden nach der Röstung erreicht.

Für Fortgeschrittene gibt es noch eine andere Röstmethode mit dem Maisröster: Nachdem die Temperatur im leeren Maisröster sich bei 230°C stabilisiert hat, ziehen Sie die Ofenhandschuhe an, öffnen den Deckel, legen die Alufolie beiseite, schütten die abgewogene Menge Rohkaffee ins Innere und verschließen rasch wieder den Deckel. Dann umfassen Sie mit Ihren beiden (ofenhandschuhgeschützten!) Händen den Röstbehälter und rütteln ihn sanft hin und her zwecks gleichmäßiger Verteilung des Rohkaffees. Danach beginnen Sie in mäßiger Geschwindigkeit das Rührwerk zu drehen. Steigt die Temperatur, umfassen Sie den Röstbehälter wieder mit Ihren Händen und rütteln oder wirbeln Sie die Bohnen ca. 30 bis 40 Sekunden leicht hin und her. Dabei müssen Sie unbedingt darauf achten, dass der Rösttopf stets mittig auf der Platte steht. Nach den 30 bis 40 Sekunden drehen Sie wieder das Rührwerk, jetzt etwas schneller, bis das Thermometer erneut Temperaturanstieg meldet; dann wieder rütteln und wirbeln, aber etwas kräftiger, dann wieder etwas schneller rühren usw. Nach Beendigung des ersten Knackens können Sie kurz nach den Kaffee-Bohnen schauen. Ab 190°C bis 205°C rütteln und wirbeln Sie nur noch, dann ein kurzer Blick nach der Röstfarbe der Bohnen, und kurz bevor die gewünschte Farbe sich bildet, schütten Sie die Kaffee- Bohnen in ein Sieb. – Das kombinierte Rühren, Rütteln und Wirbeln hat den Sinn, dass beim Maisröster als klassischem Kontaktröster immer wieder die Gefahr besteht, dass die Bohnen zu lange im Kontakt mit dem heißen Boden des Behälters sind und infolgedessen verkohlen.