Indien

  • Schon seit dem 16. Jahrhundert wird in Indien Rohkaffee angebaut.
  • Die wichtigsten Anbaugebiete von Rohkaffeebohnen sind Baba Budan, Mysore, Nilgiris und Shevaroys.
  • Die höchste Qualitätsstufe ist Arabica Plantation A.
  • Die Hochlandkaffees ergeben meist eine sanfte Tasse, mittelkräftigen Körper mit einem Hauch von Muskat, Nelken und Kardamom.
  • Rohkaffees, die im Tiefland produziert wurden, liefern eine volle, würzige bis schokoladige Tasse, die aber gelegentlich auch allzu üppig ausfällt. Sie eignen sich ganz besonders für eine Espresso-Mischung.
  • Der ungewöhnlichste Kaffee Indiens ist der sogenannte MONSOONED bzw. MONSOON MALABAR. Hierfür werden trocken aufbereitete Rohkaffeebohnen während der Monate Juli bis September den Einflüssen des Monsunregens ausgesetzt. In überdachten, sonst aber offenen Lagerhallen nehmen die Bohnen, in Säcken gestapelt, eine große Menge Feuchtigkeit auf. Die Luftfeuchtigkeit steigt in dieser Zeit auf über 90%. Die aufgequollenen und jetzt gelblich-blassen Rohkaffeebohnen reduzieren auf diese Weise ihre Säuren. Die Tasse bekommt eine schwere, tiefe, sirupartige Süße mit einem kräftigen Körper; sehr delikat. Leider beherrschen nur wenige die Kunst, Rohkaffees in MONSOON MALABARS zu verwandeln, viele MONSOONED haben einen modrigen, muffigen Geschmack.

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